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Programm - Bildungsurlaube

Individualisieren in der Kunst als Schicksalsweg

Heute ist das Individuell-Sein ein Muss in der Kunst. Jeder soll einen eigenen Stil entwickeln, anhand dessen man ausgelesen und gewählt wird. Soll man sich stylen lassen oder ist das Individuelle noch etwas mehr, als original und neu zu erscheinen?
Um eine Antwort zu finden, ist grundlegend zu erforschen: „Wer bin ich?”. Welchen Weg bewandere ich, den ein anderer nicht gehen kann? Unser Individuellstes ist unser Schicksal. Jeder hinterlässt seine eigene Spur, in der ein anderer nicht gehen kann. In diesem Schicksal finden sich die Nadelöhre, durch die man zu seinem eigenen Stil kommt. Nicht, weil die Kunstszene das von mir verlangt, sondern weil ich nicht anders kann, weil es auf meinem Weg liegt. Und wenn ich den Mut habe, das ernsthaft zu betrachten, kann ich nicht anders, als individuell zu sein. Meine Individualität steckt tief in mir und will ihren Weg gehen. Das ist nicht selbstverständlich, und es bedingt Verwandlung. Joseph Beuys, für den der moderne Kunstbegriff mit Selbstverwandlung verknüpft war, drückte es so aus: „Mache das, was du zu tun hast und verwandle dabei das Alte, das, was überflüssig geworden ist”. Das Verwandeln des Alten ist Kunst.
Wir arbeiten mit verschiedenen Techniken und Methoden aus der Malerei und Bildhauerei - mitunter begleitet von Tönen, Klängen und Worten. Eingehende Betrachtung und Reflexion der Arbeiten sind Elemente dieses Prozesses.
Für Bildende Künstler, Kunsttherapeuten und Interessierte, die künstlerische Themen und individuelle Motive in Ihrem künstlerischen Schaffen suchen.

Leitung: Jaak Hillen
Ort: Kulturhaus OSKAR, Oskar-Hoffmann-Str. 25, 44789 Bochum
Kursgebühr in EUR: 280,00
Dauer: 24 Kursstunden, 3 Tage
Kursnummer: 20BU40
Für diesen Kurs ist keine Anmeldung mehr möglich! (1)
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Mo
05.10.2020
 bis 
Mi
07.10.2020
 — 09:30 bis 16:30 Uhr